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Der Spielzeugwahnsinn

Wieviel Spielzeug braucht ein Kind? Tipps für ein intensiveres Spielen

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Sie stapeln sich im Regal, quillen aus den Schubladen, verschwinden in Kisten oder liegen Kreuz und quer im Kinderzimmer - SPIELSACHEN!

Wer Kinder hat, kennt das Problem ja sicherlich! Zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu Ostern, zu Nikolaus oder einfach so - Anlässe Spielsachen zu verschenken gibt’s viele! Und es ist nun einfach so, dass keiner zu kurz kommen will und jeder etwas schenken will - die Eltern, Omas & Opas, die Tanten & Onkel, Freunde... da kommt ganz schön was zusammen!
Aber wieviele Spielsachen brauchen unsere Kinder eigentlich?
Wie ihr vielleicht schon richtig vermutet: Weniger, als sie besitzen! Und was die Meisten von uns eigentlich ja auch schon wissen: Wenn die Kinder zu viel besitzen, dann sind sie schnell überfordert oder kurz gesagt: "Weniger ist mehr".  Statt sich mit einem Teil länger und intensiver zu beschäftigen, rennen sie von einem Teil zum anderen.
Ich selbst kenne das auch, unsere Auswahl an Spielzeug ist nun wirklich auch groß genug. Wobei ich mich selber beim kaufen wirklich zurück halte und eher der Familie und Freunden die Freude des Schenkens überlasse.

Dass Kinder mit weniger Spielsachen sogar besser klar kommen, wurde natürlich auch schon von Studien belegt, aber ich kann es aus eigener Erfahrung heraus auch tatsächlich bestätigen.

Mein Sohn hat zuhause und bei der einen Oma sehr viele Spielsachen und bei der anderen Oma gibt es ein, zwei kleine Autos, ein Wimmelbuch, ein Farblernspiel aus Holz und eine Kasse mit Spielgeld. Und mit diesen wenigen Dingen kann er sich wirklich sehr lange, konzentrierter und intensiver beschäftigen! Das heißt, er vermisst eigentlich gar nichts.

Kürzlich hat mein Mann eine große Holzkiste gebaut, um alle großen und sperrigen Spielsachen zu verstauen. Als ich nach einiger Zeit die Sachen zum ausmisten und sauber machen raus geräumt habe, sah das Ganze so (siehe Bild) aus! Erschreckend? Ja, das war auch mein erster Gedanke. Da hat sich in letzter Zeit einfach zu viel angesammelt, was da gar nicht hin gehört.

Eins ist klar, da muss ich was tun! Das Ausmisten hatte ich wirklich etwas schleifen lassen.

Ich habe also einiges geändert und optimiert! Das Ergebnis, Tipps und Tricks für ein geordnetes und intensiveres Spielen seht ihr, wenn ihr weiter lest.

Regelmäßig ausmisten

Für ein intensiveres Spielen ist es ganz wichtig regelmäßig auszumisten. Also liebe Eltern, nehmt euch hin und wieder die Zeit, um euch das Spielzeug vorzuknöpfen. Am besten wenn die Kinder schlafen, in der Kita oder bei den Großeltern sind, sonst kommt ihr ganz bestimmt nicht weit ;-).

Es sei denn, die Kinder sind schon älter, dann können sie beim ausmisten ja sogar mithelfen.

Aber mein 2jähriger Sohn könnte wirklich ALLES gebrauchen, also macht Mutti das wohl lieber alleine.

Und wie genau geht denn nun ausmisten? Das und weitere Tipps könnt ihr gleich lesen.

Ordnung schaffen

Kinder können mit Ordnung viel mehr anfangen, als wir vielleicht annehmen. Spielsachen mit System verstauen ist wirklich sinnvoll, denn es hilft den Kindern auch beim aufräumen. Wenn Sie wissen welches Teil wo hingehört, fällt es ihnen viel leichter die Spielsachen auch wieder aufzuräumen.

Bücher gehören ins Bücherregal, Malsachen in die Schublade, die Legosteine in eine Kiste, die Spielzeugautos in eine Kiste usw.
Ihr werdet sehen, dass das Spielen und Aufräumen so viel besser gelingt.

Altersgerechte Spielsachen

Vom Babyalter an,  über das Krabbelalter, bishin zum Kleinkindalter ändert sich die Art des Spielens und des Spielzeugs realtiv schnell. Damit Spielsachen nicht ungenutzt irgendwo herum liegen, solltet ihr also darauf achten altersgerechte Spielsachen zu kaufen bzw. schenken lassen. 

Wenn ein Spielzeug nicht dem Entwicklungsstand Kindes entspricht, kann es zu Enttäuschung und Frust kommen. Oder vielleicht ist das Kind sogar total überfordert oder empfindet es als langweilig. Das heißt, schon beim Kauf darauf achten, dass das Spielzeug dem Alter bzw. dem Entwicklungsstand entspricht. Ein halbes Jahr hin oder her dürfte, trotz Altersangabe, aber kein Problem sein. Mein Sohn hat ein Puzzle mit 15 Teilen (ab 3 Jahren) geschenkt bekommen, setzt es aber mit 2,5 Jahren schon selbsständig zusammen.

 

Und wenn sich euer Kind für gewisse Dinge einfach nicht mehr interessiert, weil diese dem aktuellen Alter einfach nicht mehr gerecht werden, sollten sie das Spielfeld verlassen, also ausgemistet werden. In Kisten verstauen und aufbewahren, verkaufen oder verschenken sind tolle Möglichkeiten dem Spielzeugwahnsinn entgegenzuwirken.


Aus den Augen - aus dem Sinn

Ein guter Tipp ist, immer mal wieder Spielzeuge zu verstecken bzw. auszutauschen. Oder ganz einfach ausgedrückt: Aus den Augen - aus dem Sinn!

Ihr braucht die Spielsachen natürlich nicht gleich für immer weg räumen, aber wenn ihr einige Teile für eine Weile im Schrank verschwinden lasst und nach einiger Zeit wieder raus holt, freuen sich die Kinder über das "neue" Spielzeug. Sie zeigen wieder neues Interesse an Spielzeug, das sie eigentlich schon kennen. Dafür wandern einfach andere Teile in den Schrank.


Krempel und Kruscht wegwerfen

Kruscht, unser schwäbisches Wort für Krempel oder unnützes Zeug! Spielfiguren aus einem Überraschungsei, aus einer Junior Tüte, aus einem Automaten oder Mitbringsel vom Wocheneinkauf, kommt euch bekannt vor? 

Für eine kurze Zeit sind diese Teile interessant und dann landen sie irgendwo im nirgendwo. Sie sind klein, fallen doch recht schnell auseinander und die Kinder können sich nicht wirklich lange damit beschäftigen... also weg damit!
Ach ja, und wenn ihr bei aussortieren Teile findet, die schon kaputt oder teilweise kaputt sind - auch gleich weg damit.

Spielsachen mit Qualität

Die Spielsachen sollten ja eigentlich lang anhaltende Freude und Sicherheit gewähren, daher ist es von Vorteil qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, und dafür einfach Weniger. Nochmal ein Spruch der hierzu gut passt: Qualität statt Quantität!
Natürlich habe ich oder meine Familie auch schon schnell etwas gekauft: sieht hübsch aus und ist günstig, das nehm ich mal mit! Aber prompt fällt man auf die Nase! Lausiges Material, Teile brechen schon fast beim Hinsehen ab und die Herstellung ist fraglich! Also lieber nochmal genau hin schauen.
Am besten bewährt haben sich z.B. Spielsachen aus Holz - robust und in den meisten Fällen ungefährlich.
Mein Sohn spielt unter Anderem auch mit einer Holzeisenbahn, genauer gesagt mit MEINER Holzeisenbahn. Die ist also schon um die 30 Jahre alt und funktioniert, natürlich neben einigen Gebrauchssppuren, noch super! Genauso fährt er mit dem Bobbycar, das meine Schwester und ich als Kinder schon ziemlich abgenutzt haben.
Und wer nicht so viel Geld für neues, hochwertiges Spielzeug ausgeben kann oder will, kann sich auf den vielen Kinderbörsen nach gebrauchten Teilen umsehen.

Geschenkideen absprechen

Eine gute Option, die Geschenkeflut etwas einzudämmen, ist es eure Familien und Freunde beim Schenken etwas zu unterstützen. Hier eine Bitte an Alle, die Kinder beschenken: fragt doch bitte auch mal die Eltern! Die wissen am besten was gerade "in" ist. Mit welchen Dingen beschäftigt sich das Kind zur Zeit gerne? Was passt zum Alter? Hat er/sie so ein Teil schon? Oder vielleicht soll es statt einem Spielzeug, lieber etwas zum Anziehen sein.

Eine tollle Idee ist auch, wenn sich ein paar Familienmitglieder zusammen tun, und gemeinsam ein kleines Geschenk überreichen, dazu noch etwas für die Sparkasse. Gespartes Geld ist für die Kids später ja sicherlich auch nützlich. Oder dann lieber mal gemeinsam ein größeres Geschenk, wie Laufrad, eine Kinderküche, ein Sandkasten oder ähnliches verschenken.


Kurzfassung

Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

  • Zeit zum ausmisten nehmen 
  • Spielzeug mit System ordnen
  • Spielsachen immer wieder austauschen 
  • Auf altersgerechte Sachen achten 
  • Besser auf Qualität als Quantität setzen
  • Aussortierte Sachen verstauen, verkaufen oder verschenken 
  • Unnützes Zeug wegwerfen 
  • Geschenke mit Familie absprechen 

Tolle Ideen zur Aufbewahrung

Leider funktionieren die Links zu den Produkten im Moment nicht. Ich kümmere mich schnellstens darum

Bunte Aufbewahrungskörbe in verschiedenen Größen
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Aufbewahrungstasche "Kids Stuff" für Kuscheltiere und Co.
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verträumtes Bücherregal - perfekt für die Lieblingsbücher
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Aufbewahrungsboxen mit lustigen Tiermotiven
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Na, seid ihr jetzt schon am ausmisten ;-)?

Ich konnte euch hoffentlich mit meinem Tipps beim alltäglichen "Spielzeugwahnsinn" weiterhelfen.

Natürlich bin ich auch auf eure Tipps gespannt, immer her damit!


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